Was Teslas Erfolg für Autobauer hier bedeutet

Was Teslas Erfolg für Autobauer hier bedeutet

Mit Veröffentlichung der Quartalszahlen hat Elon Musk ein Ausrufezeichen setzen können. Doch was bedeutet das herrvorragende Zahlenwerk eigentlich für die deutsche Konkurrenz?

Im Quartal von April bis Ende Juni verkaufte der US-Elektroautobauer Tesla eine Rekordzahl von mehr als 200.000 Autos. Der Umsatz verdoppelte sich im Vorjahresvergleich auf zwölf Milliarden Dollar und der Gewinn verzehnfachte sich gar: auf 1,1 Milliarden Dollar (850 Millionen Euro) – lag damit erstmals in einem Quartal über einer Millarde Dollar. “Ein unglaublicher Meilenstein”, freute sich Firmengründer Elon Musk.

Um Teslas Gewinn besser einordnen zu können, lohnt ein Blick auf die Schwergewichte des heimischen Automarktes. Erst kürzlich hatte Daimler Zahlen vorgelegt. Mit einem Gewinn von 3,7 Milliarden Euro hat das Unternhmen mit dem Stern im zweiten Quartal zwar deutlich mehr verdient, bei genauerer Betrachtung fällt allerdings auf, dass die Zahl der verkauften vollelektrischen Fahrezuge im ersten Halbjahr nur bei knapp über drei Prozent aller ausgelieferten Fahrzeuge lag. Mit seiner neuen “Electric Only”-Strategie wird der Konzern ab 2030 nur noch Elektroautos produzieren, nimmt für den Bau von Batteriefabriken und weitere Investitionen insgesamt 40 Milliarden Euro in die Hand. Von einem direkten Konkurrenten für Tesla im rein elektrischen Bereich kann zum aktuellen Zeitpunkt also noch keine Rede sein.

Ganz anders sieht es bei Volkswagen aus. Der Konzern aus Wolfsburg avanciert mit seiner Offensive bei der Elektromobilität zu Teslas schärfstem Verfolger. Mit rund 110.000 ausgelieferten Fahrzeugen im zweiten Quartal liegt VW zwar noch hinter den Zahlen von Tesla, jedoch lässt der konsequente Strategieschwenk von CEO Herbert Diess auf die Zukunft hoffen. Einschließlich der so genannten Plug-in-Hybride will der Konzern bereits in diesem Jahr eine Stückzahl von rund einer Million elektrifizierten PKW ausliefern. Auch die finanziellen Mittel sollten den Wolfsburgern die Aufholjagd erleichtern. Für die ersten sechs Monate des Jahres rechnet der Konzern mit einem Gewinn von elf Milliarden Euro.

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