Autokauf: Vorsicht vor dieser Finanzierungs-Falle

Autokauf: Vorsicht vor dieser Finanzierungs-Falle

Die Null-Prozent-Finanzierung: Günstiger führt kein Weg zum neuen Auto. Das verspricht zumindest der Autohändler gerne. Damit liegt er aber falsch – denn Käufer zahlen dabei viel Geld drauf.

Viele Autohäuser werben mit einer Null-Prozent-Finanzierung für Neuwagen und junge Gebrauchte. Die ist aber häufig nur scheinbar günstig. Wer stattdessen eine andere Finanzierungsvariante wählt, kann beim Autokauf rund 5.000 Euro sparen. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox. Der Haken am reizvoll klingenden Angebot der Autohändler: “Eine echte Null-Prozent-Finanzierung gibt es nicht”, sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. “Nullzinsangebote im Autohaus sind vom Händler oder Hersteller subventioniert, um den Absatz anzukurbeln.” Daran gibt es erstmal nichts auszusetzen. Aber: Da sie schon die Finanzierung bezuschussen, wollen viele Händler oder Hersteller nicht obendrein noch Rabatte geben. Und an diesem Punkt gerät das Modell ins Wanken.

Schon wer im Autohaus einen 4,85-prozentigen Barzahler-Rabatt aushandelt, hat mit einem günstigen Ratenkredit dieselben Finanzierungskosten wie mit der Null-Prozent-Finanzierung. Das bedeutet: Sobald Ihr Rabatt über 4,85 Prozent liegt, sparen Sie beim Kauf per Ratenkredit. Barzahler-Rabatte von mehr als 4,85 Prozent beim Neuwagen-Kauf sind längst nicht unüblich. Nochmals deutlich höher sind die Nachlässe bei Neuwagenvermittlern im Internet: Laut dem Center Automotive Research (CAR) um Prof. Ferdinand Dudenhöffer liegen die durchschnittlichen Händlerrabatte hier derzeit bei 17,9 Prozent.

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