Dodge Challenger Hellcat – Die Katze direkt aus der Hölle

Im kommenden Jahr werden die Tore der Hölle geöffnet und die Katzen losgelassen. Dodge hat einen neuen Wagen auf die Räder gestellt, der zum neuen Standard der Pony Cars werden könnte. Der neue mächtige Dodge deklassiert sogar die Viper und wird so zum neuen Zugpferd des Autobauers.

Satte 717 PS

Bereits beim Druck auf den Startknopf stellen sich die Nackenhaare auf. Der Achtzylinder faucht beim Kaltstart aggressiv los und schreit geradezu nach dem Druck aufs Gaspedal. Nein, der Dodge Challenger Hellcat ist alles andere ein Schmusekätzchen, mit dem man an einem Herbstabend vor dem Kamin kuschelt. Die Hellcat ist, wie der Name schon sagt, eine Kampfkatze, die gefordert werden will. Das Herzstück des neuen Zugpferdes von Dodge ist ein V8 aus dem Hause Hemi, der einen Hubraum von 6,2 Litern aufweist. Gekrönt wird das Aggregat von einem Kompressor, wodurch er satte 717 PS leistet. Das maximale Drehmoment liegt bei 881 Newtonmetern. Die Pferde werden wahlweise von einem Sechs- oder Achtgang-Automatikgetriebe übertragen.

Durchschnittlich 15 Liter auf 100 Kilometer

Nach nur vier Sekunden knackt das knapp 1.900 Kilogramm schwere Kraftpaket die Marke der 100 km/h, bei 320 km/h ist Schluss. Diese brachiale Power wird allerdings auch teuer erkauft. Damit sich der Antrieb beim durchschnittlichen Verbrauch von 15 Litern auf 100 Kilometer nicht verschluckt, sind die Benzinleitungen 13 Millimeter dick. Eine Direkteinspritzung war nicht möglich, da schlicht und einfach keine Hochdruckpumpen existieren, welche die erforderliche Kapazität bringen. Da wirkt es fast wie Hohn, dass Dodge bei den Fahrmodi eine sparsame Eco-Einstellung hinzugefügt hat. Aber wer weiß, ob der Modus nicht die Fahrer amüsieren soll, auch die Fahrzeughersteller wissen einen guten Witz zu schätzen.

Fahrwerk aus den 90ern

Beim Fahrwerk hat sich Dodge auf traditionelle Werte besonnen und mit einem von Mercedes gute alte Wertarbeit aus den 1990er Jahren verbaut. Allerdings wurde es ordentlich versteift. Auch die elektrische Servolenkung kommt noch einmal zum Einsatz, allerdings lediglich in den Ausführungen, die „nur“ 500 PS leisten. In den stärkeren Modellen arbeitet eine hydraulische Servolenkung. Der Innenraum ist typisch Dodge, doch offenbar ist der Fahrzeughersteller der Meinung, dass er Hellseher unter seinen Kunden hat, denn beim Einparken sollte man ein solcher sein, da der Sitz so tief liegt, dass die Kanten der Katze nur vermutet werden können. Der Wagen soll für vergleichsweise günstige 60.000 Dollar gekauft werden können. Leider ist ein Verkauf in Deutschland bislang nicht geplant.

[Bilder: Chrysler]