Die stärksten Autos mit über 1000 PS

Autos mit 1000 PS

„Wofür braucht man so viel PS? Das ist doch nur eine Schwanzverlängerung“. Solche leidigen Fragen können nur Menschen stellen, die noch nie die fantastische Gänsehaut erlebt haben, die einem über den Nacken streicht, wenn hunderte Pferde auf einmal losgelassen werden. Der Kitzel von über tausend Pferden wird allerdings auch manchem Geschwindigkeitsfanatiker zu heiß. Wir haben zehn Sportwagen mit über 1.000 PS.

10. Bristol Fighter T

Bristol Fighter T

Bristol Fighter T, Foto: Bristol

Der Fighter des britischen Autobauers Bristol Cars war die erste Neukonstruktion des Unternehmens seit langer Zeit. Das ambitionierte, 1.500 Kilogramm leichte Projekt hatte einen Antrieb unter der Haube, der 1.026 PS leistete und den Sportler in 3,5 Sekunden von 0 auf hundert sprinten ließ. Leider schlitterte Bristol Cars beinahe ebenso rasant in den Abgrund. 2011, zwei Jahre nach dem Produktionsstopp des Fighter, musste das Unternehmen Insolvenz anmelden, von dem Sportler existieren nur noch wenige Exemplare.
[Bild: Bristol]

9. Rimac Concept One

Rimac Concept One

Rimac Concept One

Der Rimac Concept One fällt etwas aus dem Rahmen. Der Kroate verfügt gleich über vier Motoren, genauer gesagt, vier Elektromotoren, die jeweils ein Rad antreiben. Dank einer speziellen Computersteuerung kann der Wagen sowohl als Front- als auch als Hecktriebler gefahren werden. Eine Allradfunktion ist ebenfalls möglich. Insgesamt kommt der 1.500 Kilogramm leichte Zweisitzer auf eine Leistung von 1.088 PS. Nach nur 2,8 Sekunden überrollt der elektronische Supersportler die magischen 100 km/h, bei 300 km/h wird abgeriegelt.
[Bild: tm, Wikipedia, CC BY 2.0]

8. Weineck Cobra

Weineck Cobra

Weineck Cobra

Die Cobra von Weineck ist in jeder Hinsicht extrem. Das zweisitzige Cabriolet verfügt über einen Antrieb mit einem Hubraum von 12,9 Litern und einer Leistung von satten 1.100 PS. Antischlupfregelung, ABS, ESP? Neumodischer Humbug, den sich mancher kernige Kerl allerdings doch wünscht, wenn der Sportler in nur 2,6 Sekunden von Null auf 100 sprintet.

[Bild: Weineck Cobra & Motorenbau UG]

7. Zenvo ST1

Zenvo ST1

Zenvo ST1

Der Zenvo ST1 sieht aus wie der wahr gewordene Traum technikverliebter Fans von Science-Fiction-Filmen und Utopien. Hier haben die Dänen, die eigentlich nicht als Sportwagen-Nation bekannt sind, alles richtig gemacht. Unter der futuristischen Haube mit den großen Lufteinlässen verrichtet ein V8 mit einem Hubraum von 7,0 Litern zusammen mit einem Kompressor und einem Turbo seinen Dienst. Nach einem kurzen Tritt aufs Gas findet sich der ST1-Fahrer nach nur drei Sekunden jenseits der 100 km/h wieder. Bei 375 km/h ist für den 1.240 Kilogramm leichten Nordmann Schluss.
[Bild: Zenvo]

6. Koenigsegg Agera R

Koenigsegg Agera R

Koenigsegg Agera R

Wer an schwedische Autos denkt, denkt zuerst an Sicherheit. Die Begriffe „Schwedenstahl“ und „Schwedenpanzer“ wurden nicht umsonst geprägt. Dass die Nachkommen der Wikinger allerdings auch anders können, zeigen sie mit dem Koenigsegg Agera R. Der Biturbo V8 mit einer Leistung von 1.140 PS hat es mit einem knapp 1.300 Kilogramm leichten Supersportler zu tun und bringt diesen nach nur 2,9 Sekunden über die 100-km/h-Marke. Für den Sprint auf die 300 km/h benötigt er knapp 14,5 Sekunden. Den Bremsvorgang von 300 auf 0 schafft er in fast derselben Zeit.
[Bild: Koenigsegg]

5. Lotec Sirius

Lotec Sirius

Lotec Sirius

Supersportler aus deutschen Sportwagenschmieden brauchen keine Konkurrenz zu scheuen. Auch wenn der Lotec Sirius bei der anfänglichen Beschleunigung etwas schwachbrüstig ist, denn erst nach 3,8 Sekunden wird die 100-km/h-Marke geknackt. Doch ist diese Grenze erst einmal überschritten, dreht der aus einem Mercedes S 600 entnommene und mit zwei Turboladern modifizierte Zwölfzylinder freudig, so dass es für den 1.200 PS starken und knapp 1.000 Kilogramm leichten Sportler ein Kinderspiel ist, auch die 400-km/h-Marke hinter sich zu lassen.
[Bild: Lotec Gmbh]

4. Bugatti Veyron S.S.

Bugatti Veyron SS

Bugatti Veyron SS

Der Bugatti Veyron S.S. trägt derzeit im Guinessbuch der Rekorde den Titel des schnellsten Serienfahrzeuges der Welt. Kein Wunder, der 1.200 PS starke Antrieb veranstaltet mit dem 1.500 Kilogramm leichten Wagen eine wahre Geschwindigkeitsorgie. Nach nur 2,5 Sekunden sind die 100 km/h überschritten, die 300 km/h nach schweißtreibenden 14,6 Sekunden. Im Test auf dem VW-Gelände in Ehra-Lessien konnte eine durchschnittliche Höchstgeschwindigkeit von 431 km/h gemessen werden. In den Genuss dieser Geschwindigkeit kommt Otto-Normal-Bugatti-Fahrer allerdings nicht, da ab 415 km/h abgeriegelt wird. Zum Schutz der Reifen natürlich. Achja, das Kürzel „S.S.“ steht übrigens für „Supersportler“. Aber eh klar, ne?
[Bild: Bugatti]

3. SSC Tuatara

SSC Tuatara

SSC Tuatara

Die Sportwagenschmiede Shelby Supercars hat große Pläne mit dem SSC Tuatara. Er soll der neue Bilderstürmer werden, der den Bugatti Veyron S.S. vom Thron der schnellsten Serienfahrzeuge stoßen soll. Dies ist auch der einzige Grund, weshalb der Wagen erschaffen wurde. Und die Chancen für den nach einer neuseeländischen Brückenechse benannten Sportler stehen nicht schlecht. Der neu entwickelte 7,0-Liter-Biturbo leistet 1.369 PS und bringt den nur knapp 1.250 Kilogramm leichten Wagen in nur 2,5 Sekunden hinter die 100-km/h-Grenze. Bislang konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 412 km/h bestätigt werden, laut Hersteller soll der Sportler jedoch 444 km/h schaffen. Nun muss nur noch der furchtlose Tester gefunden werden, der die letzten32 km/h aus der Brückenechse herausholt.
[Bild: J.Smith831, Wikipedia, CC BY-SA 2.0]

2. 9FF GT9 VMax

9FF GT9

9FF GT9

1.400 PS bei weniger als 1.350 Kilogramm Gewicht – Jan Fatthauer hat den Porsche 997 GT3 in ein echtes Geschoss verwandelt. Nur 3,1 Sekunden benötigt der Sportler von 0 auf 100 km/h. Damit der Porsche bei der neuen Leistung sicher auf der Straße bleibt, wurde der Radstand verlängert und auch sonst bis auf Motorhaube und Scheinwerfer überhaupt alles, was original Porsche war, entfernt und ersetzt. Unterschiedliche unabhängige GPS-Messungen ergaben Maximalgeschwindigkeiten von 409 bis 437 km/h. Da stellt sich nur die Frage, woher diese hohe Differenz kommt. Angst beim Tester nach dem Durchschlagen der 400-km/-Schallmauer?
[Bild: 9FF]

 1. Keating TKR

Keating TKR

Keating TKR

Platz 1 belegt der Keating KTR, bei dem angesichts der beeindruckenden Daten eigentlich vermutet werden könnte, dass er höchstens in Salzseen anzutreffen sein dürfte und dort mit einem Fallschirm abgebremst wird. Aber nein, der Keating KTR ist ein Serienauto, wenn auch in geringer Stückzahl gefertigt. In Gänsehaut verursachenden 2,0 Sekunden bringt der 7,0-Liter-Biturbo das knapp 1.200 Kilogramm schwere Fliegengewicht auf 100 km/h. Mit den 1.825 PS des Aggregates soll laut Herstellerangaben eine Höchstgeschwindigkeit von 483 km/h möglich sein. Allerdings hat bislang noch niemand den Zeiger des Tachos auf dieser Marke gesehen. Aber immerhin sind zumindest gemütliche 418,43 km/h belegt. Bei einem Test auf einem Salzsee. Dann soll es der Tester laut Legende mit der Angst zu tun bekommen haben. Und hat den Fallschirm aktiviert.
[Bild: Keating Supercars]