VÄTH: Spagat zwischen Klassik und Erneuerung

VÄTH und Mercedes gehören zusammen wie Brot und Butter. Im Laufe der Jahre hat sich das Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughersteller weltweit einen Ruf als renommierter Motorenbauer erarbeitet. Seit mehr als fünfzig Jahren im Geschäft, überarbeitet VÄTH in der weithin bekannten „Motormanufaktur in Germany“ im fränkischen Hösbach seit 1977 Zylinderköpfe und –blöcke sowie Kurbelwellen.

Was noch erhalten werden kann, wird erhalten

Seit der Gründung des Unternehmens hat sich der Chef, Wolfgang Väth, die Fäden nicht aus der Hand nehmen lassen. Doch mittlerweile hat Jasmin Ehret-Väth die Geschäftsleitung übernommen und kümmert sich unter anderem darum, dass die klassischen Nachkriegsmodelle von Mercedes nicht vom Zahn der Zeit vertilgt werden. Unter dem Motto „Alles, was noch zu erhalten ist, muss auch unbedingt erhalten werden“, kümmert sich das Unternehmen, das auch für Tuninglösungen bekannt war, um die Erhaltung der Oldtimer aus den 1950er und 60er Jahren. Im Mittelpunkt stehen hierbei Klassiker, welche einen besonderen Seltenheitswert aufweisen und unter deren Motorhauben der Originalmotor und das Originalgetriebe noch ihren Dienst verrichten.

Umfangreiche Überholung von Motoren und Getriebe

Natürlich sind die Aggregate nach 50 oder 60 Jahren Laufzeit nicht mehr ganz taufrisch, so dass diese in der hauseigenen Schleiferei für Kurbelwellen und Zylinder einem umfassenden Anti-Aging-Programm unterzogen werden. Die Antriebe werden mit umfassenden Bohrungen und Honungen, Fräsungen, Polierungen und Schleifarbeiten auf Vordermann gebracht. Auch die Einspritzpumpen von Bosch werden ebenso wie die Getriebe einzeln geprüft und – wenn nötig – mit Herzblut überholt. Natürlich nagt nicht nur an den Aggregaten der Zahn der Zeit, so dass sich VÄTH ebenfalls um die Überarbeitungen der Hinterachse kümmert, wobei auf Wunsch des Oldtimer-Besitzers auch die Achsübersetzung geändert werden kann. Abgerundet wird das Anti-Aging-Programm für die altgedienten Damen mit den klingenden Namen Pagode, Adenauer oder „Nitribitt-SL“ mit dem Glasperlenstrahlen für alle Teile, Veredelungen der Oberflächen, Gelbverzinken und Verchromen.